Medienkonzept

Um welche Medien geht es uns?

Die Bezeichnung Medien umfasst die sog. "traditionellen" ebenso wie die "neuen" Medien, wobei die Grenzen immer mehr zerfließen.
Denn was wir fachlich als traditionelles Medium bezeichnen, z.B. Bücher oder Zeitschriften, ist für so manches Kind tatsächlich eine neue Errungenschaft für sein individuelles Erleben, wohingegen Fernsehen, Video und Computerspiele für die meisten Kinder nichts Neues darstellen.
Wir beziehen also als Medien Bücher, Zeitschriften, Filme, Lernprogramme, PC-Software und Internetangebote in unseren Unterrichtsalltag ein.

Grundschulkinder erwerben Medienkompetenz

Allem voran und unbestritten steht natürlich das lesen, schreiben und rechnen lernen. Diese grundsätzlichen Kulturtechniken sehen wir als Voraussetzung und Grundgerüst einer soliden Schulbildung.
Schon sehr früh praktizieren wir das freie Schreiben und schon bald nach den ersten Schulwochen kann man in unseren 1. Schuljahren die ersten selbst geschriebenen und gestalteten Bücher einsehen. Beispiele hierfür finden Sie auf unserer Webseite unter "Kinder"-," Aus den Klassen" und "Seiten für Kinder"-"Geschichten". Die verschiedenen Jahrgänge bewältigen unterschiedliche Aufgaben und lernen nach und nach sich die Medienwelt anzueigenen und nutzbar zu machen. Die Teilnahme an Zeus (Tageszeitung-Projekt), das Erstellen einer eigenen Klassenzeitung, die Gestaltung von Hörspielen und eigener "Radiosendungen" sind Beispiele hierfür. Diese stehen aber nicht in einem konkreten zeitlichen Fahrplan. Es bleibt den jeweiligen Klassenlehrern überlassen, wann sie diese Projekte durchführen.
Jede Klasse hat eine eigene Klassenbücherei, die rege genutzt wird.
Durch finanzielle Zuwendungen aus dem Gelsenwasserprojekt haben wir seit 2006 ein Leseparadies, einen Leseraum mit interessanten und wunderschönen Büchern für jedes Grundschulalter. Durch öffentliche Finanzierung können wir am Leseförderprojekt "Antolin" (Internetportal) teilnehmen. www.antolin.de ist ein Buchportal für Schüler/-innen, eine web-basierte Plattform für die Leseförderung.
Hier wählen Schüler/-innen eigenständig Buchtitel aus, die sie bereits gelesen haben oder noch lesen möchten. Nach dem Lesen beantworten sie dann mit Hilfe von Antolin Fragen zu dem jeweiligen Buch.

Unser Ziel ist es, unsere Kinder in die Lage zu versetzen, einerseits vorhandene Medienangebote, sei es in Form von Printmedien (Zeitungen, Zeitschriften, Broschüren, Bücher) Fernsehen, Radio, Internetportale oder spezielle Software, für unterschiedliche Zwecke zu nutzen und andererseits selbst eigene Medien unterschiedlicher Art zu erstellen und zu verbreiten.
Wir sprechen über die Einflüsse und Wirkungen von Medien, z.B. auf Gefühle, auf Vorstellungen von Realität, auf Verhaltensorientierungen und soweit es der Lebenswelt von Grundschulkindern entspricht, über soziale bzw. gesellschaftliche Zusammenhänge.

Unser Medienkonzept ist ständig in Bewegung.

Das liegt an vielen Dingen. Die Ausstattung in der Schule verändert sich: Unsere Klassencomputer und die Einrichtung unsereres Computerraums kommen mittlerweile in die "Greisenjahre" und müssen nach und nach entsorgt werden. Es gibt keine finanziellen Mittel mehr um diese Medienecken nachzurüsten. Seit Ende 2006 sind wir Teil des Unit21 Projektes (wer mehr darüber wissen will: www.unit21.de) und mit Notebooks, Beamer und Drucker neu ausgestattet.
Viele Jahre war die Arbeit am Computer ein, wenn auch selbsverständlicher, Nebenschauplatz, greifbar in jeder Klasse, individuell eingerichtet vom jeweiligen Klassenlehrer. Ein weiteres Werkzeug eben, zum Schreiben, Drucken, mit Lernprogrammen trainieren, dank t-@school-Internetzugang frei für die Internetrecherche. Aber, das muss an dieser Stelle auch erwähnt werden, oft durchkreuzt mit/von technischen Malessen.
Nun ist eine ganz andere Bewegung in Sachen "Computerkompetenz" in Gang gekommen. Die Benutzung der Notebookwagen muss verabredet und organisiert werden, die Anmelderoutine an den Server ist für kleine Schulkinder eine große Hürde und insgesamt ein echter Zeitfresser.
Die Kinder genießen es aber sehr, dass alle am Notebook arbeiten können.
Sie lernen im Laufe ihrer Grundschulzeit mit dem Textprogramm MS Word und in dem Programm MS Powerpoint Texte zu schreiben und zu formatieren, Grafiken einzufügen, Dateien abzulegen und in begrenztem Umfang Ordner zu organisieren. Im geschützten Unit21-Server-Klima besuchen die Kinder gefahrlos ausgewählte Internetseiten und erhalten so das notwendige Basiswissen über die Welt des Internets.
Bei der Ausstattung mit Lernprogrammen sind aus verschiedenen Gründen viele Wünsche auf der Strecke geblieben. Wir können die "Lernwerkstatt" und für die Schuleingangsphase "SchulStart Deutsch und Mathe" (aus der Medienwerkstatt Mühlacker) nutzen.
Für die individuelle Förderung erweisen sich die Notebooks als gute Instrumente beim selbständigen Lernen .

Ein weiteres kostenloses Internetportal ist "www.mathepirat.de" (Mathe-Training) und "www.lepion.de" (Leseförderung). Kinder die hier durch eine Lehrkraft unserer Schule angemeldet sind, können auch von zuhause aus dieses Internetangebot nutzen.
Eltern, die bis hierhin gelesen haben, sollten nun nicht unter Druck geraten ihren Kindern unbedingt einen PC und einen Internetanschluss zuhause zur Verfügung stellen zu müssen. Wir glauben, dass wir den Kindern unserer Schule genügend Medienkompetenz mit auf den Weg geben und dass die Kinder hier genügend Zeit am Computer verbringen. Es ist nicht zwingend notwendig, dass Grundschulkinder zuhause auch noch vorm Computer sitzen (es muss aber auch nicht zwingend schädlich sein).