Update, 19.09.2021

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  • Beitrag veröffentlicht:19. September 2021
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Pooltestung und neue Quarantäneregelung

Mit Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales zu „Quarantäneentscheidungen bei Kontaktpersonen im Setting von Schule und Kindertagesbetreuung“ vom 10. September 2021 wurden diese Beschlüsse umgesetzt. Die dortigen Regelungen gelten ab dem 13.09.2021 bei der Einschätzung und Bewertung von SARS-CoV-2 Infektionsfällen in Schulen und in der Betreuung des offenen Ganztags sowie bei der Anordnung hieraus folgender Maßnahmen, z.B. Quarantäne.

Die Quarantäne für Kontaktpersonen, also nicht selbst infizierte Personen, ist nur in ausnahmsweise (z.B. mangelhafte Einhaltung von Hygieneregeln, besonders enger Kontakt, über das Normalmaß hinausgehender Kontakt zur infizierten Person) erforderlich und wird von der Gesundheitsbehörde im Einzelfall entschieden.
Sollte die Quarantäne für asymptomatische Schülerinnen und Schüler als Kontaktpersonen dennoch ausnahmsweise angeordnet werden, soll sie durch „Freitestung“ frühzeitig beendet werden, um die Wiederteilnahme am Unterricht zu ermöglichen. Die Durchführung von Freitestungen fällt nicht in die Verantwortung der Schulen.

Eine Freitestung ist am fünften Tag mittels eines PCR-Tests oder eines qualitativ hochwertiger Antigen-Schnelltests möglich. Der Nachweis einer erfolgreichen Freitestung muss der Schule vorgelegt werden, da nur so der Verdacht einer Gefahr für die Gesundheit Dritter (§ 54 Absatz 3 Schulgesetz) ausgeräumt werden kann.

An den Grund- und Förderschulen sowie weiteren Schulen mit Primarstufe werden weiterhin zwei wöchentliche PCR-Pooltestungen bei den Schülerinnen und Schülern durchgeführt. Eine Erweiterung der Testfrequenz ist aufgrund der hohen Sensitivität der PCR-Pooltestungen nicht notwendig. Dies gilt nicht für Lehrkräfte und sonstiges Personal. Wegen der geringeren Sensitivität der Antigen-Schnelltests sind drei Testungen pro Woche erforderlich.

Die beiden wöchentlichen PCR-Pooltests in der Schule können jeweils durch Vorlage eines negativen PCR-Test-Nachweises ersetzt werden.

Die Teilnahme an den zweimal je Woche durchzuführenden PCR-Pooltests kann zudem dadurch ersetzt werden, dass dreimal wöchentlich mit grundsätzlich 48 Stunden Abstand der Nachweis eines negativen Antigen-Schnelltests einer Teststelle (Bürgertest) vorgelegt wird, vgl. § 3 Absatz 2 Satz 2 Nummer 2, Absatz 4 Satz1 Coronabetreuungsverordnung.